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DFB-Generalsekretär: „Wissen am Dienstag konkret Bescheid, was mit der EM passiert“

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Am Dienstag dürfte eine weitreichende Entscheidung getroffen werden: Wird die Europameisterschaft 2020 abgesagt oder nicht? Davon hängt schließlich auch ab, ob die nationalen Ligen ihren Spielbetrieb verschieben können oder ob ihnen die Euro in die Quere kommt. Eine Ideallösung scheint weit entfernt.

Das Coronavirus hat auch die Sportwelt fest im Griff. Die DFL hatte schließlich ein Einsehen und setzte als letzte der fünf großen europäischen Ligen den Spielbetrieb aus. Bis zum 2. April wird der Ball in der 1. und 2. Bundesliga nicht rollen. BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke (60) sprach von der größten Krise des deutschen Fußballs. Die Absage des 26. Spieltags erreichte die Klubs erst zwei Stunden vor Anpfiff der ersten Begegnungen in der 2. Liga am Freitag.

Ob die UEFA die Europameisterschaft 2020 wie geplant stattfinden lassen wird, dürfte sich am Dienstag entscheiden, wenn der Verband zu einer Krisensitzung lädt. „Ich gehe fest davon aus, dass wir am Dienstag konkret Bescheid wissen, was mit der Europameisterschaft passiert und was mit den Länderspielen passiert“, so der Generalsekretär des DFB, Friedrich Curtius (44). Von der dieser Entscheidung hängt auch ab, ob die Ligen ihren Spielbetrieb entsprechend verlängern können.

Beinahe undenkbar: EM ohne Zuschauer?

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Doch damit ist ein weiteres Problem verknüpft. Viele Spieler sind bei ihren Klubs nur bis zum 30. Juni 2020 unter Vertrag. Läuft die Saison darüber hinaus, wären sie vor dem Ende der Spielzeit bereits vertragslos.

Auch über eine Verschiebung der EM auf 2021 soll beraten werden. Möglich sei auch, dass die Spiele ohne Zuschauer stattfinden.

In den ersten zwei deutschen Bundesligen soll es, Stand jetzt, am ersten April-Wochenende weitergehen. Die Verantwortlichen der Klubs schicken ihre Spieler deshalb höchstens in einen Kurzurlaub. „Das Spiel in Bremen ist in drei Wochen, es macht also keinen Sinn, die Spieler jetzt für einen längeren Zeitraum in den Urlaub zu schicken“, so Mönchengladbachs Sportdirektor Max Eberl (46). „Wir müssen die Mannschaft gesund und fit halten und wir wollen gut vorbereitet sein, wenn wieder gespielt werden kann.“