DFB-Elf startet ins neue Länderspieljahr

Nach einer knapp 4-monatigen „Winterpause“ startet die deutsche Nationalmannschaft diese Woche in das neue Länderspieljahr. Am Mittwoch empfängt die DFB-Elf Serbien in der Wolfsburger Volkswagen Arena zu einem Testspiel. Wenige Tage später beginnt für Joachim Löw und sein Team mit dem Auswärtsspiel gegen die Niederlande die EM-Qualifikation 2020. Der Bundestrainer steht nach seinen jüngsten Spieler-Entscheidungen unter Druck und muss sich beweisen.

In den vergangenen Tagen gab es zahlreiche Diskussionen rund um Bundestrainer Joachim Löw und dessen Personalentscheidungen. Allen voran die Ausbootung des FCB-Trios Hummels, Boateng und Müller hat für ordentliches Aufsehen gesorgt. Der 59-jährige hat durch diese Entscheidung den Druck nochmals erhöht, die DFB-Elf startet diese Woche in das neue Länderspieljahr und muss von Anfang an abliefern.

Gelingt Löw der Umbruch?

Joachim Löw hatte bereits vor geraumer Zeit angekündigt, dass er in 2019 den Umbruch innerhalb der Nationalmannschaft weiter und stärker vorantreiben möchte. Ihm sei es wichtig jungen Spielern eine Perspektive aufzuzeigen. Dennoch darf Löw nicht den sportlichen Erfolg außer acht lassen. Die enttäuschende WM 2018 und der Abstieg aus der UEFA Nations League haben ihre Spuren hinterlassen. Die (souveräne) Qualifikation für die EM 2020 steht ganz klar im Fokus. DFB-Präsident Reinhard Grindel zweifelt indes nicht, dass Löw dieses Ziel verpassen wird: „Jogi bringt alle Qualitäten mit, um den Umbruch zu gestalten. Wir wollen uns souverän für die EURO 2020 qualifizieren. Und ich denke, wir werden dann auch eine Mannschaft haben, die um den Titel mitspielen kann.“ Löw selbst zeigte sich zuversichtlich in Sachen EM-Qualifikation 2020: „Die Qualifikation werden wir schaffen.“

Umbau in Maßen

Insgesamt 23 Spieler hat Joachim Löw für die ersten beiden Länderspiele gegen Serbien (20.3) und die Niederlande (23.3) nominiert. Darunter auch die drei die Neulinge Niklas Stark (Hertha BSC), Lukas Klostermann (RB Leipzig) und Maximilian Eggestein (Werder Bremen). Der Umbruch innerhalb der DFB-Elf ist fest eingeplant, jedoch wird dieser nicht ad hoc geschehen. Bestes Beispiel hierfür ist unter anderem die Rolle von Manuel Neuer. Der DFB-Kapitän spielt eine ordentliche Saison beim FC Bayern, dennoch gibt es viele Fans und Experten, die Marc Andre ter Stegen seit geraumer Zeit vor Neuer sehen. Doch anders als bei Hummels, Boateng oder Müller hält Löw an Neuer fest.

Foto: Granada / Wikipedia (CC BY-SA 4.0)