DFB trägt trotz Freude über die EM-Vergabe Altlasten mit sich herum

Nach dem Debakel bei der Weltmeisterschaft in Russland, soll mit der gestrigen Vergabe der EM 2024 an Deutschland auch beim DFB nun eine neue, erfolgreichere Ära eingeleitet werden. Der Verband freut sich immens über den Zuschlag und wird doch gleichzeitig noch immer von ein und demselben Thema eingeholt.

Mit 12:4 Stimmen setzte sich Deutschland am Ende gegen die Türkei durch und holt damit nach der WM 2006 erneut ein großes und internationales Turnier in die Bundesrepublik. „Ich weiß, was dieses Turnier EURO 2024 für die UEFA bedeutet, und wir werden ab morgen alles dafür tun, den Erwartungen gerecht zu werden. Ich freue mich, dass wir mit unseren Argumenten, mit unserem Konzept gezeigt haben, dass man so eine Bewerbung erfolgreich gestalten kann. Es zeigt, dass Transparenz, Offenheit, Compliance und die Unterstützung auch von Nicht-Regierungsorganisationen, aber natürlich auch aus der Bundesliga zu einem so großen Erfolg beitragen können. Das erfüllt mich mit Stolz und großer Freude“, heißt es von DFB-Präsident Reinhard Grindel in einem Statement zur Vergabe.

Leidiges Thema nimmt kein Ende: Immer wieder Özil

Doch nach wie vor lässt den DFB trotz aller Freude das Thema Özil nicht los. Am Freitagmorgen äußerte sich Grindel daher im ZDF-Morgenmagazin noch einmal zur Causa und kritisierte den früheren Nationalspieler dafür, dass er sich offenbar jeglicher Kontaktaufnahme seitens des DFB verschließt. „Ich finde das ist nicht in Ordnung, dass hier jede Kommunikation verweigert wird“, so Grinde und machte dabei noch einmal deutlich, dass sich Joachim Löw „telefonisch, per SMS und jetzt durch seinen Besuch auf dem Trainingsgelände von Arsenal wirklich bemüht“ habe.

Dennoch weiß der DFB-Präsident um den Verdienst Özils und daher eben auch, dass man dem Spieler „unheimlich viel zu verdanken“ habe. Womöglich ist das auch einer der Gründe, warum Grindel weiterhin auf ein Gespräch beider Parteien hofft.