Grindel rudert bei Löw-Kritik zurück: „Dem widerspreche ich mit allem Nachdruck“

Reinhard Grindel relativiert seine am Freitag geäußerte Kritik gegenüber Bundestrainer Joachim Löw und spricht sich für einen „angemessenen Abschied“ von Mats Hummels, Thomas Müller und Jerome Boateng aus.

Die Ausbootung des Bayern-Trios hatte deutschlandweit für Aufsehen gesorgt. Zwar war die Mehrheit der Deutschen offenbar mit der Entscheidung einverstanden, aber unter vielen Experten und auch seitens der Medien gab es viel Kritik für Löw. Am Samstag rüffelte dann sogar DFB-Boss Reinhard Grindel seinen Bundestrainer: „Ich glaube, dass es klug gewesen wäre, schon am Dienstag, am Tag der Entscheidung, im Rahmen einer Pressekonferenz persönlich einerseits die Wertschätzung für die Spieler deutlich zu machen, andererseits der Öffentlichkeit zu vermitteln, warum man jetzt einen anderen Weg gehen will, so überzeugend, wie er das in seiner Pressekonferenz gemacht hat“, sagte Grindel dem „ZDF“.

Löw selbst hatte sich am Freitag auf einer Pressekonferenz erklärt und die Nicht-Nominierung von Hummels, Müller und Boateng gerechtfertigt. Dabei drückte er auch noch einmal seine „Dankbarkeit“ und „Wertschätzung“ den Spielern gegenüber aus.

Grindel stellt Hummels und Co. Abschiedsspiel in Aussicht

Grindels Äußerungen sorgten ob der Schärfe selbiger derweil für Verwunderung. Möglicherweise ist das wohl auch ein Grund, warum der DFB-Chef am Sonntagabend im „Bayrischen Rundfunk“ seine Kritik nun wieder entschärfen und gar nicht erst als ebensolche verstanden wissen wollte. „Meine im ZDF verbreitete Aussage, dass es klüger gewesen wäre, bereits am Dienstag im Rahmen einer Pressekonferenz die Wertschätzung für die Spieler deutlich zu machen und der Öffentlichkeit zu vermitteln, warum man jetzt einen anderen Weg gehen will, ist keine Kritik an Jogi Löw gewesen. Dem widerspreche ich mit allem Nachdruck“, so Grindel. Nach Meinung des 57-jährigen „bringt Jogi alle Qualitäten mit, um den Umbruch zu gestalten“.

Weiterhin stellt Grindel den drei Spielern einen „abgemessen Abschied“ in Aussicht. „Ich würde vorschlagen, dass sich alles setzt. Wenn sich dann die Situation ergibt, dass die Spieler von uns verabschiedet werden möchten, dann werden wir das in einer angemessenen Form tun“, heißt es seitens des DFB-Präsidenten.

Am Mittwoch trifft die deutsche Nationalmannschaft aber erst einmal in Wolfsburg auf Serbien. Anstoß ist um 20:145 Uhr.