Nach dem 1:2 gegen Frankreich: Viel Lob trotz erneuter Enttäuschung

Am gestrigen Dienstag verlor die deutsche Nationalmannschaft bereits ihr sechstes Spiel in diesem Jahr. Dennoch zeigten sich nach der Partie aber alle Beteiligten zuversichtlich, dass es nun wieder nach vorne gehen könnte. Ein erster Schritt in die richtige Richtung könnte getan sein.

Lange Zeit hielt Bundestrainer Joachim Löw an seinen Leistungsträger vom Titelgewinn 2014 und anderen verdienten Spielern fest – viel zu lange, wie nicht nur viele Experten zu wissen meinten. Die jungen Spieler waren heiß, bekamen bislang aber keine großartige Chance sich zu beweisen. Nach der Niederlage gegen die Niederlande wuchs der Druck auf Löw, an der Aufstellung nun endlich etwas zu ändern. Zwar sagte Löw nach der Niederlage gegen die Franzosen (1:2), dass er die Aufstellung aus freien Stücken und eigener Überzeugung umbaute, doch so ganz mag man ihm das angesichts der Sturheit aus vergangen Tagen nicht glauben.

Gnabry und Sané bringen die Geschwindigkeit zurück

Wie dem auch sei, Löw tut und versucht etwas. Gegen Frankreich verbannte er Müller und Hector auf die Bank. Dafür rückten mit Sané, Schulz sowie Kehrer und Gnabry vier Jungspunde in die Anfangsformation, die für frischen Wind sorgen sollten. Außerdem stellte Löw auch genau diese Formation auf eine Dreierkette und schnelle Außenbahnspieler um. Das zeigte sich dann auch direkt im Spielgeschehen. Die Deutschen agierten druckvoll, übernahmen in der ersten Hälfte weitestgehend das Kommando und zeigten endlich wieder die Schnelligkeit, die man sich schon seit geraumer Zeit zurückwünscht.

Und auch, wenn die Franzosen in der zweiten Hälfte wieder mehr Kontrolle über die Partie bekamen und letztlich durch einen Elfmeter gewannen, der keiner war, hat das Spiel gezeigt, dass sich die DFB-Elf nun möglicherweise auf dem richtigen Weg befinden könnte.

Diesen Fortschritt muss man jetzt allerdings auch beibehalten. Löw muss zeigen, dass er auch weiterhin auf die jungen Spieler baut und nicht wieder auf die alteingesessenen setzt, die sich in einem Formtief befinden. Nur dann dürfte auch Löw noch eine Zukunft als Bundestrainer haben.