DFB-Team: Julian Brandt und Antonio Rüdiger möchten eine tragende Rolle spielen

Mit 22 Jahren gehört Julian Brandt zu den „jungen Generation“ in der deutschen Nationalmannschaft. Der Profi von Bayer Leverkusen möchte in Zukunft eine stärkere Rolle im DFB-Team einnehmen und sieht sich selbst auf der Spielmacher-Position. Auch Antonio Rüdiger vom FC Chelsea hat sich öffentlich über seine Rolle innerhalb der Nationalelf geäußert und betont, dass er bereit sei mehr Verantwortung zu übernehmen.

In den vergangenen Wochen und Monaten wurde viel über den bevorstehenden Umbruch innerhalb der deutschen Nationalmannschaft diskutiert. Dass dieser kommen wird steht nach dem Horror-Jahr 2018 steht fest, die Frage ist nur wie konkret wird dieser aussehen und was für personelle Konsequenzen wird der Umbruch mit sich bringen. Die Liste an „alternden Stars“ ist groß beim DFB, viele Weltmeister von 2014 stehen seit geraumer Zeit in der Kritik von Fans uns Medien und auch Löw selbst muss in diesem Jahr beweisen, dass er in der Lage ist aus den vielen Talenten, welches es zweifelsfrei im deutschen Fussball gibt, eine funktionierende Einheit zu formen. Mit Julian Brandt und Antonio Rüdiger haben sich nun zwei öffentlich zu Wort gemeldet in Sachen DFB-Team und Ansprüche erhoben in der Zukunft eine tragende Rolle zu spielen.

Brandt traut sich Spielmacher-Rolle im DFB-Team zu

In knapp 6 Wochen stehen die ersten beiden Länderspiele in diesem Jahr an, neben einem Testkick gegen Serbien treffen Jogis Jungs in der EM-Qualifikation 2020 auch auf die Niederlande. Es wird spannend zu sehen auf welche Profis Löw in diesen ersten beiden Spielen setzen wird. In Sachen Spielmacher hat sich nun Julian Brandt „öffentlich“ beim Bundestrainer beworben. Beim 5:1-Kantersieg seiner Leverkusener am vergangenen Wochenende erzielte Brandt nicht nur 2 Tore, der 22-jährige legte auch 2 weitere Treffer vor. Zudem agierte Brandt als klassischer Zehner für Leverkusen und nicht mehr als offensiver Flügelspieler. Brandt fühlt sich auf der Spielmacher-Position hinter den Stürmern wohl und würde diese Rolle auch gerne in der Nationalmannschaft einnehmen: „Wenn ein Zehner gesucht wird und der Bundestrainer der Meinung ist, wir haben keinen im Kader, dann denke ich, dass ich die Qualität dazu hätte. Der Bundestrainer wird auch gesehen haben, dass ich die Position gewechselt habe.“ Gespräche mit Löw gab es indes noch nicht über einen Positionswechsel: „Was er davon hält, weiß ich nicht, das wird die Zukunft zeigen.“ Brandt agierte in der Vergangenheit zumeist als Flügelspieler im DFB-Team.

Sowohl für die EM 2020, aber vor allem auch mit Blick auf die EM 2024 wäre Brandt sicherlich eine Option als Denker und Lenker im deutschen Spiel. Mit Anfang 20 ist dieser sicherlich noch nicht am Ende seiner Entwicklung, verfügt jedoch bereits jetzt schon über große Erfahrung.

Rüdiger möchte mehr Verantwortung übernehmen

Neben Brandt gibt es mit Antonio Rüdiger einen weiteren „jungen Wilden“, der bereit ist den nächsten Schritt in der Nationalmannschaft zu gehen. Der 25-jährige Profi vom FC Chelsea ist zwar seit geraumer Zeit regelmäßig Teil der DFB-Auswahl, einen Stammplatz hat der Ex-Stuttgarter jedoch nicht. Für Rüdiger war dies bis dato kein Problem, in Zeiten des Umbruchs kann er sich jedoch vorstellen mehr Verantwortung zu übernehmen: „Ich wusste immer, dass ich vielleicht spiele, aber vielleicht auch nicht. Das war kein Problem. Denn die Jungs, die gesetzt waren, haben es gut gemacht. Sie waren auf dem Höhepunkt ihrer Karriere. Doch nun ist ein Prozess im Gang. Es verändert sich was. Ich bin bereit für mehr. Ich will mehr.“

Der Innenverteidiger spielt eine starke Saison bei den Blues und es wird spannend zu sehen ob Löw ihm eine „echte Chance“ in der Nationalmannschaft geben wird sich ggf. dauerhaft festzuspielen.