Müssen drei deutsche Fans nach Rassismus-Vorwurf ins Gefängnis?

Die Staatsanwaltschaft Braunschweig hat Anklage gegen drei junge Männer erhoben, die sich beim Spiel Deutschland – Serbien vor gut drei Wochen strafbar gemacht haben sollen und ermittelt nun wegen möglicher Volksverhetzung.

Auch in der heutigen Zeit kommt es leider noch immer zu rassistischen Beleidigungen. Immer wieder davon betroffen sind auch Fußballprofis auf der ganzen Welt. So soll es sich auch beim Länderspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Wolfsburg am 20. März ereignet haben. Der Sportjournalist André Voigt veröffentlichte nach dem Spiel ein Video, in der über einen Rassismus-Vorfall im Rahmen des Länderspiels berichtete. Demzufolge haben drei junge Männer die Nationalspieler Leroy Sané und Ilkay Gündogan auf Schlimmste beleidigt. Darüber hinaus sollen auch rechtsradikale Äußerungen getätigt worden sein.

Beschuldigte weisen Fremdenhass von sich

Die drei Männer, die inzwischen von der Polizei ausfindig gemacht worden sind, zeigten sich bei selbiger derweil geständig. Allerdings wollen die Männer nicht mit Rassismus in Verbindung gebracht werden. „Es wird derzeit ermittelt, ob sich die Beschuldigten einer Volksverhetzung, eines Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen und einer Beleidigung hinreichend verdächtig gemacht haben könnten“, so Julia Meyer, Sprecherin der Braunschweiger Staatsanwaltschaft.

Die Männer gaben demnach zu Protokoll, die Vorkommnisse „seien jedoch ohne rassistischen Hintergrund geschehen, man habe sich nur über die Leistung der Spieler geärgert“, sagt Meyer.

Nun wird das Videomaterial ausgewertet. In gut drei Wochen soll dann final entschieden werden, wie schwer die Vorwürfe wiegen und ob Anklage gegen die Männer erhoben wird oder nicht. Sollte es dazu kommen, könnte den Tatverdächtigen bis zu einem Jahr Haft drohen.