Löw setzt auf der Sechs weiterhin auf Joshua Kimmich

Nach dem ersten Schritt in ruhigere Fahrwasser und dem Auftakt in die Nations League, steht mit dem Freundschaftsspiel gegen Peru nun die Möglichkeit an, weiter an der optimalen Zusammenstellung des Teams zu pfeilen und innerhalb der Mannschaft wieder neue Impulse zu setzen. Auf der Pressekonferenz vor dem Spiel äußerte sich Joachim Löw daher auch zu einigen Personalien.

Das magere 0:0-Unentschieden gegen Weltmeister Frankreich zum Auftakt der UEFA Nations League am Donnerstag sollte vor allem dazu genutzt werden, die nötige Sicherheit in die eigene Mannschaft zu bringen. Es war klar, dass man keine spielerische Feinkost erwarten konnte und doch hatte man sich unter dem Strich etwas mehr erhofft. Viele Fehlpässe gab es dennoch und zwar wurde das Spiel in der zweiten Hälfte deutlich besser, die Partie hat aber auch gezeigt, dass es noch viele Baustellen gibt, die es für Bundestrainer Joachim Löw abzuarbeiten gilt.

Das betrifft unter anderem auch die Besetzungen von verschiedenen Positionen. Der Test am Sonntagabend in Sinsheim gegen Peru (20:45) ist daher auch die Gelegenheit, einige Dinge auszuprobieren. So wird etwa Nico Schulz, der bei TSG 1899 Hoffenheim unter Vertrag steht, in seinem eigenen Stadion zu seinem ersten Länderspieleinsatz für die A-Nationalmannschaft kommen. Ein Grund dafür ist auch die gute Entwicklung, die Schulz nach Ansicht von Löw bei der TSG genommen hat: „Er wird gegen Peru auf Links spielen. Es fällt auf, mit welcher Dynamik er auf seiner Seite agiert. In Hoffenheim hat er sich auch taktisch und defensiv noch einmal verbessert.“

Hummels und Sané fehlen gegen Peru

Im Tor wird derweil Marc-André ter Stegen zum Einsatz kommen und für Manuel Neuer zwischen die Pfosten rücken, was aber vorher so „abgesprochen“ gewesen sei. Mit Mats Hummels (Probleme an der Achillessehne) und Leroy Sané (kürzlich Vater geworden), fehlen dem Bundestrainer allerdings auch zwei Akteure.

Unter der Woche überraschte Löw sowohl mit seinem 4-1-4-1-System, aber auch damit, dass er Außenverteidiger Joshua Kimmich auf die Sechs stellte und scheinbar hat dem Bundestrainer die Umsetzung des Müncheners so gut gefallen, dass er Kimmich als dauerhafte Lösung auf dieser Position einplant: „Ich war sehr zufrieden, wie er die Sechser-Rolle interpretiert hat, das hat er sehr gut gemacht. Er wird auf absehbare Zeit die Lösung für diese Position bleiben.“