Die erste paneuropäische Fußball-Europameisterschaft

Die Fußball Weltmeisterschaft 2018 in Russland ist Geschichte und Frankreich ist der verdiente Sieger des Turniers. Traditionell beginnt die Qualifikation für das nächste Großereignis, die Europameisterschaft, schon wenige Wochen nach dem Finale der Weltmeisterschaft. Das besondere an dem Nationenturnier im Sommer 2020 ist die der neue Austragungsmodus. Während eine Großveranstaltung wie eine WM oder EM bisher immer in einem oder höchstens zwei Nachbarländern ausgetragen wurde, findet die Europameisterschaft 2020 in mehreren europäischen Stadien statt. Insofern kann man von der ersten paneuropäischen EM sprechen. Wir stellen den neuen Modus und die Austragungsorte vor.

Ein Turnier in ganz Europa

Als die Idee eines paneuropäischen Turniers im Sommer 2012 bekannt wurde, gab es ebenso erwartungsvolle wie kritische Stimmen. Die unbeschreibliche Atmosphäre die sich in einem Gastgeberland entwickelt sei nur schwierig zu erreichen, wenn Austragungsorte über den ganzen Kontinent verteilt seien – dies war nur eines der Argumente gegen den neuen Modus. Allerdings hat das Turnier auch etwas verbindendes und versprüht den europäischen Gedanken der Gemeinsamkeit. Erstmals werden die 51 Spiele von 24 Nationen in 12 Städten ausgetragen. Das Eröffnungsspiel findet am 12. Juni im Stadio Olimpico in Rom und das Finale vier Wochen später am 12. Juli im Wembley-Stadion in London statt.

Die Austragungsorte und Finalstadt London

Insgesamt haben sich 32 Mitgliedsverbände für die Austragung eines der Spiele beworben. Dabei hatten die Länder die Möglichkeit, sich entweder für drei Gruppenspiele und ein Achtelfinalspiel oder die beiden Halbfinals und das Finale zu bewerben. Für dieses „Main Event“ haben sich München mit der Allianz Arena und London mit dem Wembley-Stadion beworben. Der Zuschlag ging letztlich an die Briten. Da Brüssel als Austragungsort für drei Gruppenspiele und ein Achtelfinale gestrichen wurde, finden in London nun sechs Spiele statt. Unter den weiteren Ausrichtungsorten sind zahlreiche großartige europäische Städte mit fantastischen Stadien. Mit dabei ist Amsterdam mit der Johan-Cruyff-Arena, das neugebaute Nationalstadion in Baku, das altehrwürdige San Mamé in Bilbao, die Nationalstadien von Budapest und Bukarest, das Aviva Stadion in Dublin, der geschichtsträchtige Hampden Park in Glasgow, das Parken Stadion in Kopenhagen, sowie das Krestowski-Stadion in Sankt Petersburg und natürlich die Allianz Arena in München. Das Olympiastadion in Rom ist die Bühne für das Eröffnungsspiel.

The Road to Wembley – Der Qualifikationsmodus

Alle teilnehmenden Mannschaften müssen sich für das Turnier qualifizieren. So ist es unter Umständen auch möglich, dass ein Austragungsort kein eigenes Team stellt. Die Qualifikationsspiele finden von März bis November 2019 statt. Der Erst- und Zweitplatzierte der zehn Qualifikationsgruppen stehen direkt in der Endrunde. Die Gruppen für die Qualifikation werden nach dem Ende der Nations League ausgelost. So werden für die Lostöpfe die Ergebnisse der Nations League als Grundlage benutzt. Die vier übrigen Plätze werden in den Play-off-Spielen der UEFA Nations League im März 2020 ausgespielt. Diese KO-Spiele werden im November 2019 ausgelost. Je nach Auslosung werden dann auch die Wettquoten für das Turnier berechnet.

 

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Der Turnierverlauf

Jede der sechs Gruppen bestreitet ihre Spiele zunächst in zwei Stadien. Gruppe A beginnt in Rom und Baku, Gruppe B in Kopenhagen und Sankt Petersburg, Gruppe C in Amsterdam und Bukarest, Gruppe D in London und Glasgow, Gruppe E in Bilbao und Dublin und Gruppe F in Budapest und München. Zudem trägt jede Stadt anschließend noch ein Achtel- bzw. Viertelfinale aus.

Die Fans können sich bei der EM auf jeden Fall auf zahlreiche Eindrücke aus den verschiedensten Teilen Europas und viele tolle Stadien freuen.