Joachim Löw selbstkritisch: „Die ganze Nation ist enttäuscht“

Aus dem enttäuschen Länderspieljahr 2018, das als das schlechteste Jahr der deutschen Nationalmannschaft überhaupt in die Geschichte eingehen wird, möchte man beim DFB die richtigen Schlüsse ziehen. Bundestrainer Joachim Löw zeigte sich dabei am Wochenende selbst selbstkritisch aber auch kämpferisch

Zu jubeln gab es in diesem Jahr kaum etwas und niemand hatte wohl erwartet, dass dieses Kalenderjahr einen solchen Verlauf nehmen würde. Für das kommende Jahr, das nun nicht mehr weit entfernt ist, haben sich der DFB, und allen voran Jogi Löw, einiges vorgenommen. Man glaubt zu wissen, woran es gelegen hat und möchte für das kommende Jahr noch stärker an den Schwächen arbeiten. Löw gibt sich derweil sehr selbstkritisch und ließ am Rande der „Sportler des Jahres“-Gala in Baden Baden verlauten, dass man im neuen Jahr „natürlich besser sein“ möchte.

Löw und die richtigen Lehren aus der Misere

2018 seien die Akteure des DFB-Teams „bei allen Wettbewerben nur Statisten“ gewesen, meint Löw, der dennoch eine positive Tendenz sieht. Aus den letzten Spielen in diesem Länderspieljahr schöpft der Bundestrainer so neuen Mut und geht mit breiter Brust voraus. „Die letzten zwei, drei Spiele war wieder eine klare Steigerung, neue Energie und neue Dynamik zu erkennen“, sagt Löw, der dennoch auf ein „anstrengendes Jahr mit Enttäuschungen“ zurückblickt, schließlich wisse er, dass die „ganze Nation enttäuscht ist“.

2019 soll mit den jungen Wilden nun aber alles besser werden. Die Jungprofis haben gezeigt, dass sie hungrig sind und den Weg zu EM 2020 gehen wollen. „Ich glaube, wir haben unsere Lehren gezogen und können uns auf das nächste und übernächste Jahr wieder freuen“, lässt der Bundestrainer durchblicken und macht Hoffnung auf hoffentlich erfolgreichere Zeiten, in denen es wieder häufiger einen Grund zum Jubeln gibt.