DFB-Rückkehr abgehakt: Höwedes sieht „zu viele gute junge Kandidaten“ auf seiner Position

Wie schnell sich die Zeit im Fußball ändert, macht das Beispiel Benedikt Höwedes einmal mehr deutlich. Dass man den Defensivspezialisten noch einmal im Trikot der deutschen Nationalmannschaft zu Gesicht bekommt, scheint nach Meinung des ehemaligen Schalkers unwahrscheinlich.

Benedikt Höwedes gehörte bei dem Titelgewinn der Weltmeisterschaft 2014 unbestritten zu den wichtigsten Pfeilern im Team und war auch zweifelsfrei eine der größten Überraschungen in einer Viererkette, die nur aus Innenverteidigern bestand. Anfangs herrschte vor gut vier Jahren viel Unverständnis darüber, dass Joachim Löw den eigentlichen Innenverteidiger Höwedes als Linksverteidiger auflaufen ließ, doch Höwedes überzeugte schnell und erspielte sich einen Stammplatz und hatte einen großen Anteil daran, dass Deutschland den Pokal schließlich in die Höhe stemmen konnte.

In den vergangenen Jahren nahm die Karriere des ehemaligen Schalkes jedoch einen negativen Verlauf. Beim FC Schalke, wo Höwedes einst eine Institution war und wie das Gastspiel von Höwedes aktuellen Klubs Lokomotive Moskau bei den Königsblauen zeigte, noch immer eine Legende ist, waren die Dienste von Domenico Tedesco nicht mehr gefragt. Schweren Herzens zog es Höwedes erst nach Turin und in diesem Jahr dann schließlich nach Moskau. Dort überzeugt der Verteidiger wieder mit guten Leistungen und nicht gerade wenige Experten meinen, dass Schalke mit dem Innenverteidiger deutlich besser dastehen würde, als es eben jetzt der Fall ist.

Höwedes glaubt nicht mehr an eine Rückkehr

Ähnliches gilt für die Nationalmannschaft, die gerade in der Defensive in diesem Jahr große Schwächen bewies. Höwedes selbst bestritt sein letztes Länderspiel im März 2017, wurde seither aber nicht mehr in den Kader berufen. Eine Rückkehr scheint, so glaubt man den jüngsten Äußerungen des Verteidigers in einem Interview mit dem „kicker“, auch ausgeschlossen. „Das Thema Nationalmannschaft ist mit Sicherheit beendet“, sagt Höwedes darauf angesprochen und fügt an: „Ohne die Verletzungen hätte ich gute Karten gehabt, bei der WM dabei zu sein. Aber perspektivisch haben wir jetzt einfach zu viele gute junge Kandidaten für meine Position. Das muss und kann ich akzeptieren“.