Augsburger sind enttäuscht über die Nicht-Nominierung von Philipp Max

Philipp Max vom FC Augsburg wird schon seit geraumer Zeit als potenzieller Nationalspieler gehandelt. Viele Fans haben damit gerechnet, dass der 24-jährige nach der verkorksten deutschen WM 2018 eine Chance von Joachim Löw erhalten wird. Doch der Bundestrainer hat sich gegen Max und für Nico Schulz von Hertha BSC Berlin auf der linken Verteidiger-Position entschieden. Beim FC Augsburg ist man über diese Entscheidung enttäuscht, glaubt dennoch, dass Max eine Perspektive im DFB-Team mit Blick auf die EM 2020.

Mit 13 Vorlagen in 33 Spielen gehörte Philipp Max in der vergangenen Bundesliga Saison zu den Top-Vorbereitern der Liga. Nur Thomas Müller vom FC Bayern mit 16 Assits war stand am Ende vor Max. Die starken und vor allem konstanten Leistungen des Linksverteidigers haben dazu geführt, dass Max immer wieder mit der deutschen Nationalmannschaft in Verbindung gebracht wurde. Die linken Außenbahn ist schon seit geraumer Zeit das „Sorgenkind“ der DFB-Elf. Max galt als potenzieller WM-Fahrer, Bundestrainer Joachim Löw entschied sich am Ende aber für den Kölner Jonas Hector und den Berliner Marvin Plattenhardt.

Auch nach der WM 2018, die für Deutschland alles andere als optimal lief, muss sich Max weiterhin auf einen Anruf von Löw gedulden. Gestern hat der Bundestrainer seinen Kader für die beiden bevorstehenden Länderspiele gegen Frankreich (9.9) und Peru (6.9) bekannt gegeben und Max hat erneut nicht den Sprung ins Löw-Aufgebot geschafft. Während mit Plattenhardt ein Berliner verletzte nicht zur Verfügung steht, wurde dieser durch Nico Schulz ersetzt, ebenfalls ein Profi von Hertha BSC Berlin.

Manuel Baum: Irgendwann wird er in der Nationalmannschaft spielen

Die Enttäuschung über die erneute Nicht-Nominierung ist groß in Augsburg, während sich Max bedeckt hält, haben sich dafür sein Cheftrainer Manuel Baum und FCA-Kapitän Daniel Baier dazu geäußert. Baum macht kein Geheimnis daraus, dass er in Max einen zukünftigen Nationalspieler sieht und ist überzeugt davon, dass sein Schützling dies früher oder später auch tatsächlich wird: „Klar ist man enttäuscht. Es ist schade, dass Philipp Max nicht von Jogi Löw nominiert wurde. Aber es geht weiter – er muss einfach Gas geben, dann ist das nur eine Frage der Zeit, bis er dabei ist.“

Auch Mannschaftskollege Baier sprach Max Mut zu: „Wir alle in der Mannschaft sind fest davon ausgegangen, dass Philipp nominiert wird. Jetzt müssten Max und das gesamte FCA-Team eben weiter gute Leistungen bringen, damit er endgültig nicht an ihm vorbei kann.“

Max weiß durchaus wie es ist im DFB-Trikot zu spielen. 2016 absolvierte er drei Länderspiele für die deutsche Olympia-Auswahl in Rio und konnte dabei auch einen Treffer erzielen. Mit der deutschen Olympia-Mannschaft kämpfte sich Max bis ins Endspiel und musste sich dort später nur knapp im Elfmeterschießen gegen Gastgeber Brasilien geschlagen geben.

Hoffentlich erleidet der Sohn von Ex-Bundesliga-Profi Martin Max nicht das gleich Schicksal wie sein Vater. Auch der Torjäger galt lange Zeit als potenzieller Nationalspieler, hat jedoch trotz konstant starker Leistungen niemals für die A-Nationalmannschaft gespielt. Es wird spannend zu sehen ob Max ein Kandidat für die EM 2020 bleibt.

Foto: Agência Brasília / Wikipedia (CC BY 2.0)