Joachim Löw gibt Kader für die Länderspiele gegen Frankreich und Peru bekannt

Knapp acht Wochen nach dem historischen Vorrunden-Aus bei der WM 2018 in Russland, hat Bundestrainer Joachim Löw seinen Kader für die bevorstehenden Länderspiele gegen Frankreich (6.9) und Peru (9.9) bekannt bekannt gegeben. Der 58-jährige verzichtet auf Weltmeister Sami Khedira und hat mit Thilo Kehrer, Nico Schulz und Kai Havertz drei neue Spieler in die A-Nationalmannschaft berufen.

Die letzten Wochen waren sicherlich alles andere als einfach für Bundestrainer Joachim Löw. Nach dem desaströsen Auftreten bei der WM 2018 stand der 58-jährige schwer in der Kritik von Fans und Medien. Die Verantwortlichen beim DFB halten jedoch zu ihrem Weltmeister-Trainer von 2014 und haben Löw und seinem Trainerstab das Vertrauen ausgesprochen.

Kommende Woche wird es wieder ernst für die deutsche Nationalmannschaft, am Freitag den 6.9 bestreitet man in München das erste Spiel der UEFA Nations League und mit Weltmeister Frankreich wartet alles andere als eine einfache Aufgabe auf Jogis Jungs. Drei Tage später absolviert man in Sinsheim ein Freundschaftsspiel gegen Peru. Für die beiden bevorstehenden Länderspiele hat Löw am Mittwoch seinen Kader bekannt gegeben und dabei durchaus für die eine oder andere Überraschung gesorgt.

Löw streicht Khedira und beruft mit Schulz, Havertz und Kehrer drei Debütanten

Mit Mesut Özil und Mario Gomez haben nach der WM 2018 zwei Nationalspieler ihren Rücktritt aus der DFB-Elf bekannt gegeben. Zahlreiche weitere Namen wurden ebenfalls mit einem Rückzug aus der Nationalelf in Verbindung gebracht, unter anderem auch Sami Khedira. Der 31-jährige Profi von Juventus Turin spielt in den zukünftigen Überlegungen wohl keine Rolle mehr unter Löw. Dieser äußerte sich wie folgt dazu: „Ich habe mit ihm ein längeres Gespräch geführt und ich habe ihm gesagt, dass ich ihn nicht nominiere.“ Demnach plant Löw mit jüngeren Spieler im zentralen Mittelfeld. Die Tür für Khedira sei jedoch nicht zu und dieser könne sich durch starke Leistungen im Verein weiterhin für die Nationalmannschaft empfehlen.

Neben Khedira, Gomez und Özil fehlen drei weitere Spieler, die in Russland dabei waren: Sebastian Rudy, Marvin Plattenhardt und Kevin Trapp. Dafür ist Leroy Sane von Manchester City wieder mit von der Partie. Der Ex-Schalker war bei der WM-Endrunde nicht mit dabei, was von vielen Fans und Experten als krasse Fehlentscheidung betrachtet wird. Löw selbst sieht dies jedoch nicht so: „Zum damaligen Zeitpunkt der Vorbereitung in Südtirol waren wir der Überzeugung, dass dieser Kader der beste ist. Wir haben in der Summe bei dieser WM versagt. Ein oder zwei Änderungen am Kader hätten daran gar nichts geändert.“

Während altbekannte Namen und Spieler nicht mehr dabei sind, bekommt das DFB-Team mit Kai Havertz (Bayer Leverkusen), Thilo Kehrer (Paris Saint-Germain) und Nico Schulz (Hertha BSC Berlin) jedoch auch drei neue Gesichter. Alle drei wurden im Vorfeld bereits mit einer Nominierung in die A-Nationalmannschaft in Verbindung gebracht. Der 19-jährige Havertz selbst hat sich erst vor kurzem über einen mögliche Berufung in die Nationalelf geäußert.

Es wird spannend zu sehen welche Rolle diese drei (jungen) Spieler in Zukunft einnehmen werden und ob sie gegen Frankreich und Peru bereits zum Einsatz kommen.

Der erste Kader nach der WM im Überblick

Tor: Manuel Neuer (FC Bayern), Marc-André ter Stegen (FC Barcelona)

Abwehr: Jerome Boateng (FC Bayern), Matthias Ginter (Bor. Mönchengladbach), Jonas Hector (1. FC Köln), Mats Hummels (FC Bayern), Thilo Kehrer (PSG), Joshua Kimmich (FC Bayern), Antonio Rüdiger (FC Chelsea), Nico Schulz (TSG Hoffenheim), Niklas Süle (FC Bayern), Jonathan Tah (Bayer Leverkusen)

Mittelfeld/Angriff: Julian Brandt (Bayer Leverkusen), Julian Draxler (PSG), Leon Goretzka (FC Bayern), Ilkay Gündogan Manchester City), Kai Havertz (Bayer Leverkusen), Toni Kroos (Real Madrid), Thomas Müller (FC Bayern), Nils Petersen (SC Freiburg), Marco Reus (Borussia Dortmund), Leroy Sané (Manchester City), Timo Werner (RB Leipzig)

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