Rainer Koch macht das Thema Sané wieder auf – DFB vor der Stunde Null

Wenn am Abend in Gelsenkirchen für die deutsche Nationalmannschaft zum letzten Mal in diesem Kalenderjahr der Ball rollt, dann ist es für die DFB-Elf so etwas wie die Stunde Null. Alles auf Anfang heißt dann, wenn der volle Fokus auf die Qualifikation für die EM 2020 gerichtet wird.

Das Spiel gegen die Nachbarn aus den Niederlanden ist nach dem überraschenden Sieg der Elftal gegen Weltmeister Frankreich und dem damit verbundenen Abstieg der deutschen Mannschaft aus der Spitzengruppe der Nations League zu einem Testspiel avanciert. Aufgrund des schlechten Jahres der DFB-Elf, ist es aber dennoch mehr als das. Schließlich gilt es weiterhin sich zu beweisen, spielerisch zu zeigen, dass man wieder zu alter Stärke findet und eben auch um Werte wie Ehre und Stolz. Spätestens mit dem Abpfiff des 3:0-Erfolgs von Oranje aus dem Hinspiel über die Deutschen im Oktober war klar, dass man im November noch eine Rechnung mit den Niederlanden offen hat.

Es geht also um nichts und doch um einiges. Sollte man auch dieses Spiel verlieren, dann wird die Kritik an der Nationalmannschaft und dem Führungsstil erneut laut.

Koch überrascht mit Aussage zu Sané

Indes herrscht wieder einmal Wirbel um die Ausbootung von Leroy Sané bei der WM in Russland. DFB-Vizepräsident Rainer Koch gastierte am Sonntagmorgen in der Talkrunde „Doppelpass“ und ließ sich dabei zu einer überraschenden Aussage hinreißen. So sagte Koch auf Nachfrage zur Nichtnominierung des Offensivspielers: „Da gab es interne Gründe, warum er nicht nominiert wurde. Mit Ausnahme von ihm, habe ich niemanden vor der WM getroffen, der Kritik an der Zusammensetzung des Kaders geäußert hat.“

Ebenfalls überraschend kam aufgrund dessen auch die postwende Antwort durch Löw, der sich auf der Pressekonferenz vor dem Niederlande-Spiel dazu äußerte: „Der Rainer Koch hat mich eigentlich nicht gefragt nach der Ausbootung und ich habe ihm eigentlich auch nie eine Antwort gegeben. Aber so war es jetzt sicherlich nicht.“

Mittlerweile ist all das aber ohnehin kein Thema mehr, denn Sané zählt nun zu den wichtigen Bausteinen des Neuanfangs. Umso verwunderlicher ist es, warum man sich beim DFB wieder einmal selbst hausgemachte Probleme bereitet und für Schlagzeilen sorgt, die eigentlich niemand mehr braucht.