Oliver Bierhoff hakt Özil ab und will „jetzt einige Dinge ändern“

Es ist in diesem Jahr sicherlich nicht alles so gelaufen, wie man sich das beim Deutschen Fußball-Bund vorgestellt hat und doch möchte man aus dem verkorksten Jahr auch die richtigen Schlüsse. Glaubt man den jüngsten Aussagen von Oliver Bierhoff, dann ist das Thema Özil nun endgültig ad acta gelegt worden, doch Bierhoff gesteht auch Fehler ein.

Die Erdogan-Affäre war für alle Beteiligten bekanntermaßen nicht gewinnbringend und alle involvierten Personen gingen als Verlierer aus der Thematik hervor. Jedoch muss man auch sagen, dass das Thema unter dem Strich der traurige Höhepunkt eines negativ verlaufenden Jahres gewesen ist. Im Anschluss an die Weltmeisterschaft unternahmen Nationalmannschaftsdirekter Oliver Bierhoff und auch Bundestrainer Joachim Löw mehrere Versuche, an den zurückgetreten Nationalspieler Mesut Özil heranzutreten, doch dieser blockte sämtliche Annährungsversuche ab. Nun scheint die Tür aber endgültig geschlossen zu sein. „Ich bin traurig darüber, wie es zu Ende gegangen ist, aber dieses Kapitel ist vorbei“, heißt es in einem Interview mit der britischen „Sun“ dazu von Bierhoff.

Die Krise als Chance sehen

Vielmehr freut sich Bierhoff nun offenbar auf die Zukunft und die könnte für den DFB richtig rosig ausfallen, denn die jungen Talente um Brandt, Sané und Gnabry sind heiß und haben zuletzt schon mehrmals bewiesen, wozu zu fähig sind. Nicht nur deshalb glaubt Bierhoff, dass wieder bessere Zeit bevorstehen: „Ein Auf und Ab ist normal, wir kennen das aus der Wirtschaft und anderen Bereichen. Wir müssen jetzt einige Dinge ändern. Aber vielleicht hat eine solche Krise auch etwas Gutes. Vielleicht muss man erst unten sein, um wieder nach oben zu kommen.

Darüber hinaus sieht der Nationalmannschaftsdirektor auch die jungen Spieler aus dem Ausland in der Bundesliga als fördernd an: „Es kommen jetzt junge Spieler aus England und Frankreich, die in ihren Ländern nicht zum Zuge kommen. Unseren Klubs bietet sich dadurch die Möglichkeit, interessante junge Spieler zu bekommen.“