Nach erneut starkem Auftritt: Ter Stegen muss niemandem etwas beweisen

Im kommenden Jahr steht die Europameisterschaft 2020 an und die Qualifikation ist in vollem Gange. Die DFB-Elf befindet sich dabei gerade in einem Umbruch, nur im Tor wird dieser noch immer nicht eingeleitet. Marc-André ter Stegen drängt allerdings von hinten und es scheint nur eine Frage der Zeit, bis der Torhüter auch beim DFB die Nummer sein wird.

Dass der FC Barcelona Jürgens Klopps FC Liverpool am Mittwochabend mit einem 3:0 wieder auf die Heimreise schicken konnte, lag ganz besonders an zwei entscheidenden Personen. Gemeint ist damit zum einen natürlich Lionel Messi, doch auch Marc-André ter Stegen hatte einen enorm großen Anteil an dem Erfolg und eben auch daran, dass hinten über die gesamten 90 Minuten die Null stehen konnte.

Seit 2014 ist ter Stegen nun schon beim FC Barcelona, doch vor allem in den vergangenen zwei Jahren hat der gebürtige Mönchengladbacher eine enorme Entwicklung hingenommen und ist die unumstrittene Nummer eins bei den Katalanen. Am Dienstag stellte er wieder einmal unter Beweis warum das so ist und zeigte tolle Paraden. Doch auch spielerisch hat der Schlussmann einiges zu bieten und glänzt mit einer guten Spieleröffnung, macht das Spiel immer wieder schnell.

Liverpool scheitert an starkem ter Stegen

Bei der deutschen Nationalmannschaft muss er sich aber weiterhin hinter Manuel Neuer einreihen. Zwar betonte ter Stegen immer wieder, dass er den Zweikampf mit dem Keeper des deutschen Rekordmeisters nicht scheuen würde, bislang hat Neuer bei Löw aber noch die Nase vorn. Marc-André ter Stegen bringt in Barcelona nun aber schon lange Zeit konstant gute Leistung. Für viele Experten steht daher fest, dass es beim DFB an der Zeit für einen Wechsel zwischen den Pfosten ist.

„Ich glaube nicht, dass ich einer Person speziell etwas zeigen muss“, sagte ter Stegen nach dem Spiel gegen den FC Liverpool am Mikrofon von „sky“ auf die Frage, ob die Leistungen denn auch ein Fingerzeig in Richtung Löw seien. „Für mich ist es wichtig gute Spiele zu zeigen, mich auf höchstem Niveau zu präsentieren und Leistung zu zeigen […].“

Die spanische „El mundo deportivo“ schrieb nach der Halbfinal-Partie, dass Barcas Keeper „Milner und Salah zur Verzweiflung brachte“ und auch die übrigen Gazetten überschütteten Messi und seinen Teamkollegen ter Stegen mit Lob.

Weiterhin dürfte also klar sein, dass irgendwann auch Bundestrainer Joachim Löw nicht mehr um den ehemaligen Gladbacher herumkommen wird, denn die Leistungen sprechen zweifelsfrei für sich.