Manuel Neuer reagiert auf ter Stegens Kampfansage

Bei der deutschen Nationalmannschaft hat mittlerweile ein großer Umbruch auf vielen Ebenen stattgefunden, der noch immer vollzogen wird und sicherlich auch noch eine Weile benötigt. Bundestrainer Joachim Löw macht dabei allerdings keinen Halt mehr vor großen Namen und lässt verstärkt junge Spieler ran. Wenig Neues gibt es allerdings zwischen den Pfosten, was jedoch nicht im Sinne aller Beteiligten ist.

Selbst die arrivierten Stammkräfte wie Mats Hummels oder Jerome Boateng müssen fortan wohl auch mal auf der Bank Platz nehmen. Der Druck ist schließlich groß und die Akteure, die 2014 noch für den Titelgewinn bei der Weltmeisterschaft in Brasilien sorgen, wenn auch nicht jünger.

So viele Veränderungen Joachim Löw auch vornehmen mag, auf der Torhüterposition hat sich der Bundestrainer schon längst festgelegt und möchte an dieser Stelle keinen Wechseln wagen. Schon vor Monaten sagte Löw, dass Neuer dort weiterhin die unumstrittene Nummer eins sein werde. Vor der Weltmeisterschaft gab es bereits eine öffentliche Diskussion über diese Personalie, die Löw aber rasch im Keim erstickte. Ersatzkeeper Marc-André ter Stegen hat das natürlich überhaupt nicht gefreut, glänzt der Schlussmann vom FC Barcelona doch schon seit geraumer Zeit mit tollen Leistungen und machte immer wieder auf sich aufmerksam. In einem Interview mit der BILD vom Mittwoch äußerte sich ter Stegen zur Situation und machte deutlich, dass er sich so schnell nicht geschlagen geben werde und den Zweikampf mit Manuel Neuer trotz der deutlichen Positionierung des Bundestrainers dennoch sucht.

Wunsch ist „legitim“

Neuer reagierte prompt auf das Interview seines Konkurrenten und zeigte sogar Verständnis, machte dabei aber auch deutlich, dass es in Deutschland noch weitere gute Torhüter gebe. „Er ist ja auch nicht der einzige. Bernd Leno, Kevin Trapp, die wollen alle die Nummer 1 von Deutschland sein – und das sagen sie ja auch“, so Neuer bei einem Sponsorentermin des FC Bayern.

Darüber hinaus bezeichnete er ter Stegens Wunsch als durchaus „legitim“. „Es ist so, dass immer nur einer zwischen den Pfosten stehen kann. Und ich bin jemand, der sich jedem Konkurrenzkampf gestellt hat“, so der 32-jährige weiter.

Angesichts der Rückendeckung von Joachim Löw kann sich Neuer wohl auch vorerst seines Platzes sicher sein. Doch die Leistungen müssen stimmen, andernfalls sitzt dem erfahrenen Torhüter schon die deutlich jüngere Konkurrenz im Nacken.