Löw gibt Boateng und ter Stegen eine Pause – Steckt beim Innenverteidiger mehr dahinter?

Der DFB stellt sich derzeit neu auf und hat den Fokus schon jetzt komplett auf die EM 2020 gerichtet. Im Kalenderjahr 2018 gilt es noch zwei Partien zu bestreiten, in denen Bundestrainer Löw auch das eine oder andere ausprobieren möchte. Halt vor großen Namen macht der 58-jährige dabei nun scheinbar nicht mehr, denn Löw verzichtet überraschend auf Jerome Boateng.

Ein enttäuschendes Länderspieljahr für den Deutschen Fußball-Bund geht in der kommenden Woche zu Ende. Doch bevor die Winterpause für die Nationalmannschaft ansteht, muss das Team von Jogi Löw noch zweimal ran. Am 15. November geht es in Leipzig gegen die Auswahl Russlands, ehe man am 19. November in Gelsenkirchen auf die Niederlade trifft. Die Kaderzusammenstellung für diese beiden Spiele hält aber durchaus Überraschungen parat.

Löw sieht „viele Alternativen“ zu Boateng

So wird unter anderem Jerome Boateng nicht mit dabei sein. Boateng stand in den vergangenen Wochen auch in München immer wieder in der Kritik und konnte im Trikot der DFB-Elf ebenfalls nur selten überzeugen. Der Druck auf Boateng ist durch die jungen Spieler wie Tah und Süle groß, wie auch Bundestrainer Löw weiß: „Ich habe ihm gesagt, dass wir auch auf seiner Position viele Alternativen haben, gerade mit jüngeren Spielern. Diese müssen natürlich erst mal beweisen, dass sie an das Niveau von Jérôme herankommen können“, wird Löw in einem Interview auf dem Internetauftritt des DFB zitiert. Er habe aber mit Boateng gesprochen und sei „davon überzeugt, dass auch ihm aktuell eine Pause gut tut“.

Ebenfalls ein wenig überraschend ist auch, dass Marc-André ter Stegen nicht nominiert worden ist. Doch dafür gibt es eine ganze einfache Erklärung: „Marc spielt seit Wochen in überragender Form beim FC Barcelona, hat jedoch schon seit längerem Schulterprobleme. Mit Andy Köpke hat er besprochen, diese in der Länderspielphase möglichst auszukurieren. Er braucht dazu ein paar Tage ohne Belastung, die Saison ist noch lang“, so Löw zur Personalie des Keepers