Ist Davie Selke eine Option für den DFB-Sturm?

Die Offensive der Nationalmannschaft ist zwar herausragend besetzt, geht es allerdings um die Wahl des idealen Mittelstürmers, dann gibt es nicht wirklich viele Alternativen. Davie Selke könnte jedoch eine sein.

Nimmt man die Stationen von Davie Selke in der Bundesliga bisher zusammen (Werder Bremen, Leipzig und Hertha), kommt der Stürmer auf knapp 100 Bundesligapartien und erzielte bislang 26 Treffer. Das klingt zwar noch etwas dürftig, doch in diesem Kalenderjahr spielt Selke bei der Berliner Hertha groß auf und die Zahlen sind auch nicht von der Hand zu weisen. Schließlich ist der 1,94 m große Stürmer schon an sieben der letzten elf Hertha-Tore 2019 beteiligt.

Zwar hat Selke in dieser Spielzeit insgesamt erst drei Treffer markieren können, bereitete aber unter dem Strich auch acht Tore vor. Dabei muss man allerdings auch anmerken, dass der Offensivspieler in der Hinrunde zumeist nicht über Kurzeinsätze hinauskam und oftmals nicht mehr als gut 30 Minuten Spielzeit zugeschrieben bekam. Die letzten sechs Partien bestritt er jedoch zumeist über die volle Distanz und glänzte insbesondere in den letzten beiden Spielen mit zwei Treffern und einer Vorlage.

Ein Stürmertyp, der noch fehlt

Selke bringt das Gesamtpaket eines Mittelstürmers mit. Ein Spielertyp, der bislang in der Nationalmannschaft rar gesät ist. Dort versucht es Löw in vorderster Front aktuell mit Dortmunds Marco Reus sowie Mark Uth vom FC Schalke. Ab und an dürfen auch Thomas Müller und Timo Werner ran. Keiner dieser Spieler erfüllt jedoch das Profil von Selke und auch wenn der 24-jährige nicht die Schnelligkeit eines Werners mitbringt, sind es eben auch solche Qualitäten wie die von Selke, die im Hinblick auf die EM 2020 durchaus interessant werden können.

Selke hat Gardemaß, bringt die Kopfballstärke mit und kann die Bälle festmachen. All das sind die Dinge, die im heutigen Spiel wieder viel wichtiger zu werden scheinen. Vorbei ist die Zeit der falschen Neun. Auch Herthas Stürmer hat daher sicherlich eine Chance in der Nationalmannschat verdient. Zuletzt trug der gebürtige Schordorfer den Adler 2017 für die U21 auf der Brust, es wäre also mal wieder an der Zeit.

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