Findungskommission legt sich fest: Freiburgs Präsident Fritz Keller soll nun DFB-Präsident werden

Mit der EM 2020 steht im kommenden Jahr ein wichtiges und richtungsweisendes Turnier für die deutsche Nationalmannschaft an. Doch schon im kommenden Monat steht eine umso wegweisendere Wahl für den DFB bevor, wenn der DFB-Bundestag über den neuen Präsidenten entscheidet.

Seit Reinhard Grindel im April dieses Jahr sein Amt als DFB-Präsident niedergelegt hat, ist der Verband auf der Suche nach einem geeigneten Kandidaten. Viele Gerüchte ranken sich um möglich Namen und auch eine mögliche erste DFB-Präsidentin wurde vielerorts ins Spiel gebracht. Am 27. September wird die jähe Suche allerdings ein Ende haben, denn dann steht im Rahmen des DFB-Bundestages die endgültige Wahl an.

Mit Fritz Keller, dem Präsidenten des SC Freiburg, scheint man nach Auffassung der DFB-Findungskommission nun einen passenden Anwärter auf das Amt des Präsidenten gefunden zu haben. Wie der Deutsche Fußball-Bund am Donnerstag bekanntgab, schlägt die Kommission Keller den Regional- und Landesverbänden sowie der Deutschen Fußball-Liga DFL einstimmig vor. „Es ist geplant, dass sich der amtierende Präsident des SC Freiburg am 21. August in Berlin zunächst der Konferenz der Regional- und Landesverbände sowie der Generalversammlung der DFL vorstellt, anschließend nominiert wird – und sich noch am selben Tag den Fragen der Öffentlichkeit stellt,“ heißt es auf dem Internetauftritt des DFB.

Zur Findungskommission gehören neben den beiden DFB-Vizepräsidenten Dr. Rainer Koch und Dr. Reinhard Rauball auch DFB-Schatzmeister Dr. Stephan Osnabrügge und Ronny Zimmermann, seines Zeichens ebenfalls DFB-Vizepräsident. Peter Peters und Christian Seifert von DFL komplettieren das Sextett.

„Über alle Maßen fachlich und charakterlich überzeugt“

Nach Angaben des Verbandes habe man entsprechende Gespräche nur mit Keller geführt. Darüber hinaus sei der Auswahlprozess „von einer renommierten Personalberatung begleitet worden und umfasste zunächst eingehende Gespräche mit wichtigen Interessenvertretern aus den Bereichen des DFB sowie seiner Regional- und Landesverbände, des Profifußballs, der Partner des DFB sowie sonstiger Vertreter aus Gesellschaft und Politik“.

Dr. Reinhard Rauball befindet Keller schließlich für den „passenden Kandidaten, „um den größten Sport-Fachverband der Welt in die Zukunft zu führen“. „Als Präsident des SC Freiburg hat Fritz Keller innerhalb der Bundesliga und 2. Bundesliga über alle Maßen fachlich und charakterlich überzeugt. Ausgestattet mit einem klaren Wertekanon und großer Bodenständigkeit, hat er sich sowohl in seinem Klub als auch beispielsweise im Rahmen der DFL Stiftung immer zur gesellschaftlichen Verantwortung des Fußballs bekannt“, so Rauball weiter.