Darum schießt Hoeneß bislang nicht gegen Löw

Bislang hat Uli Hoeneß öffentlich noch keinen Bezug auf die Ausbootung seiner drei Profis aus der Nationalelf genommen, heute ließ der Bayern-Präsident auch verlauten, warum das bis dato noch nicht geschehen ist – seine Kritik dürfte es schließlich in sich haben.

Auch mehrere Wochen nach der überraschenden Aussortierung von Mats Hummels, Jerome Boateng und Thomas Müller ist die Entscheidung von Bundestrainer Löw weiterhin ein heiß diskutiertes Thema. Nach wie vor wartet die Öffentlichkeit aber noch immer auf ein Statement von Uli Hoeneß. Dass der Bayern-Boss, gelinde gesagt, nicht erfreut darüber ist, dürfte klar sein, doch geäußert hat sich Hoeneß bislang nicht.

Schon vor einiger Zeit ließ der 67-jährige aber verlauten, dass da ganz sicher noch etwas kommen werde. „Da sind sicherlich einige Dinge nicht so gut gelaufen. Aber ich werde jetzt nicht den Stab über Joachim Löw brechen. Die richtige Antwort muss ich mir noch überlegen. Ich werde mich noch zurückhalten, bis unsere wichtigen Spiele vorbei sind. Dann werde ich das noch einmal kommentieren“, sagte Hoeneß noch vor einigen Wochen. Gemeint war damit vor allem das Spiel gegen Liverpool in der Champions League, doch die nächsten großen Spiele stehen für die Bayern mit dem Pokalhalbfinale gegen Heidenheim und dem Aufeinandertreffen mit Borussia Dortmund in der Bundesliga (06. April) schon vor der Tür.

Hoeneß zieht den privaten Weg vor

Das dürfte wohl auch ein Grund sein, warum sich Hoeneß bislang noch zu keiner öffentlichen Kritik gegen Löw hat hinreißen lassen. Kürzlich strebte der ehemalige Nationalspieler aber auch ohnehin ein Vier-Augen-Gespräch mit dem Bundestrainer an. Außerdem hat Hoeneß aktuell wohl keine Lust auf eine mediale Schlammschlacht: „Hätte ich gesagt, was ich denke, hätte das Internet erst einen Salto rückwärts und dann vorwärts gedreht. Das wollte ich mir ersparen – und Jogi Löw übrigens auch“, so Hoeneß im Vereinsmagazin „51“, das am Freitag veröffentlicht wurde.