Bierhoff sieht in Bayerns Flick-Transfer eine Chance für den DFB

Einst war er selbst beim DFB tätig, nun geht Hansi Flick den nächsten Schritt und wird sich ab der kommenden Saison, wie schon zwischen 1985 und 1990, dem Rekordmeister FC Bayern München anschließen. Dort wird Flick dann Niko Kovac als Co-Trainer assistierend zur Seite stehen. DFB-Nationalmannschaftsdirektor begrüßt den Transfer der Bayern und sieht darin sogar Vorteile für den DFB selbst.

Ab dem 8. Juli, dann startet der FC Bayern in seine Saisonvorbereitung, wird Hansi Flick seine Arbeit in München aufnehmen. Präsident Uli Hoeneß bestätigte die Verpflichtung Flicks am Sonntag. Demnach soll Flick beim Rekordmeister einen Vertrag über zwei Jahre erhalten und Peter Hermann als Co-Trainer ersetzen, der die Bayern nach der abgelaufenen Saison verlassen hat.

Kovac wird damit offenbar ein Wunsch erfüllt, denn der Bayern-Coach wollte unbedingt mit Flick zusammenarbeiten. Zuletzt leitetet der 54-jährige die Geschicke für die TSG 1899 Hoffenheim als Geschäftsführer.

„Absolut kompetenter, loyaler Co-Trainer”

Flick kann allerdings auch auf eine lange DFB-Vergangenheit zurückblicken und assistierte bereits zwischen 2006 und 2014 Bundestrainer Joachim Löw. Damit prägte der ehemalige Bundesliga-Profi eine erfolgreiche Ära maßgeblich mit. Nicht nur im Hinblick auf die anstehende Europameisterschaft 2020 sieht Nationalmannschaftsdirektor Oliver Bierhoff daher große Chancen für den DFB in der jüngsten Bayern-Verpflichtung. „Es ist ein sehr kluger Schritt, dass sie Hansi verpflichten. Ich freue mich riesig für ihn“, so Bierhoff am Sonntagabend am Rande des U21 EM-Länderspiels in Udine.

Und Bierhoff weiter: „Für die Nationalmannschaft ist das gut, weil wir jemanden haben, mit dem wir einen ganz guten Draht haben, mit dem wir uns gut austauschen können und wo ich weiß, dass unsere Spieler dort gut aufgehoben sind. Niko Kovac wird einen absolut kompetenten, loyalen Co-Trainer bei sich haben.“